Das Center for Near East Policy Research, das über die Plattform Israel Behind The News publiziert, hat einen formellen Antrag zur kontinuierlichen Berichterstattung über das Schulwesen im „Staat Palästina“ für das Schuljahr 2025/26 vorgelegt. Ziel des Projekts ist es, Lehrplaninhalte, Lehrerzugehörigkeiten, Unterrichtsmaterialien und die Umsetzung der Reformversprechen der Palästinensischen Autonomiebehörde zu dokumentieren.
Der Antrag basiert auf zwei Jahrzehnten Forschungs- und Medienarbeit des Zentrums und affiliierter Forscher, die nach Angaben der Organisation seit dem Jahr 2000 palästinensische und UNRWA-Bildungsmaterialien analysieren. Erklärtes Ziel ist es, den Mainstream-Medien und politischen Entscheidungsträgern eine nachhaltige, überprüfbare Berichterstattung über die Realität im Unterricht zu bieten. Die Organisation will Dokumentarfilme, Schulbuchanalysen und Interviews mit Schulleitern, Lehrern und Schulverwaltungen kombinieren.
Der Plan entstand vor dem Hintergrund wiederholter unabhängiger Überprüfungen, die problematische Inhalte in palästinensischen Lehrplänen aufgedeckt haben. Forschungsgruppen wie IMPACT-se haben mehrere Berichte veröffentlicht, die Beispiele für militaristisches und antiisraelisches Material in Schulbüchern und Lehrerhandbüchern dokumentieren. Diese Berichte hinterfragen, inwieweit die angekündigten Reformen dazu beigetragen haben, gewaltverherrlichende oder dämonisierende Botschaften gegenüber Israelis und Juden zu entfernen.
Eine von der EU in Auftrag gegebene und vom Georg-Eckert-Institut geleitete Studie bewertete ebenfalls exemplarisch palästinensische Schulbücher und empfahl die Schaffung einer Grundlage für einen Dialog mit der Palästinensischen Autonomiebehörde. Die Studie stellte Verbesserungen in einigen Bereichen fest, wies aber auch auf anhaltende Bedenken hinsichtlich des Materials, das Friedenserziehung und Toleranz behindern könnte. Der neue Berichtsvorschlag besagt, dass diese unabhängigen Ergebnisse eine genauere, kontinuierliche Prüfung anstelle einer sporadischen Berichterstattung rechtfertigen.
Das Projekt schlägt eine aktive Zusammenarbeit mit Schulleitern, Lehrkräften und Schulverwaltungene vor. Die Ermittler planen, Unterrichtsmedien, Lieder, Gedichte, Kunstwerke und Graffiti zu katalogisieren und festzustellen, ob Mitarbeiter Verbindungen zu terroristischen Organisationen oder bewaffneten Gruppen haben. Die Forscher wollen zudem prüfen, ob die Zusagen der Palästinensischen Autonomiebehörde und internationaler Geber zur Reform der Lehrpläne zu messbaren Veränderungen im Unterricht geführt haben.
Der öffentliche Vorschlag sieht einen arabischsprachigen Korrespondenten, Übersetzer, Pressesprecher und administrative Unterstützung vor. Das Team schlägt monatliche öffentliche Veranstaltungen und ein bescheidenes monatliches Budget vor, um die Berichterstattung vor Ort, die Übersetzung von Dokumenten und die Kontaktaufnahme mit etablierten Medien, die verifizierte Ergebnisse verbreiten können, sicherzustellen. Der Vorschlag verweist außerdem auf eine Bibliothek mit 26 Dokumentarfilmen, die die Gruppe zum palästinensischen Bildungswesen als Hintergrund und Kontext produziert hat.
Befürworter der Initiative argumentieren, dass eine kontinuierliche Berichterstattung notwendig sei, um die Interessen israelischer und jüdischer Gemeinden weltweit zu schützen. Sie sagen, Transparenz darüber, was Kindern beigebracht wird, sei für Spender, Diplomaten und Pädagogen wichtig, die echte Friedenserziehung und Rechenschaftspflicht anstreben. Kritiker weisen darauf hin, dass die Überwachung streng, methodisch fundiert und sensibel für das Risiko sein müsse, Konfliktnarrative mit gezielter Indoktrination zu verwechseln. Unabhängige Organisationen wie IMPACT-se betonen die Notwendigkeit eines evidenzbasierten Engagements bei der Forderung nach Bildungsreformen.
Der Vorschlag fordert Medienpartner und lokale Spender dazu auf, die kontinuierliche Berichterstattung zu unterstützen. Er argumentiert, dass sporadische Studien nicht ausreichen, um die Unterrichtspraxis und die Auswirkungen internationaler Finanzierung zu erfassen. Er zeigt Möglichkeiten für alternative Bildungsmodelle auf und verweist auf Beispiele aus Tunesien, Marokko und Indonesien, die Reformern als Lehren dienen können.
Für Leser aus der jüdischen und pro-israelischen Gemeinschaft bietet die geplante Berichterstattung einen Kanal für verifizierte Informationen über Schulinhalte und das Verhalten von Lehrkräften, die als Grundlage für Lobbyarbeit und diplomatische Öffentlichkeitsarbeit dienen können. Ziel des Projekts ist eine regelmäßige öffentliche Berichterstattung, die Mainstream-Redaktionen nutzen können, um Reformversprechen zu überprüfen und Geldgeber und palästinensische Behörden zur Rechenschaft zu ziehen.
Um diese wichtige Initiative zu unterstützen, können Leser hier spenden:
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https://www.gofundme.com/f/realtime-reporting-from-inside-palestinian-education







